Friday, January 18, 2013

Schreiben auf deutsch über Japan

Rikuzentakata-shi (2012-05)

Vor ein paar Wochen habe ich von einer Berlinerin eine E-Mail bekommen. Die E-Mail ist teils auf deutsch, teils auf japanisch geschrieben. Ich habe mich gefragt, was das wohl bedeute, aber habe gleich darauf verstanden, dass die Frau meinen letzten Artikel in diesem Blog, den ich vor fast drei Jahren geschrieben hatte, gefunden, gelesen und sich für mein Buch über Berlin interessiert hat. Danach habe ich mit ihr ein paar Mal Mails ausgetauscht und ihr mein Buch zukommen lassen. Sie hat einmal in Japan an Japanischkursen teilgenommen und wollte „mit Ihrem Buch ein bisschen an meinem Japanisch arbeiten und gleichzeitig noch etwas über Berlin dazulernen.“

Das war eine kleine Begegnung. Ich habe die Berlinerin nicht in Person gesehen, aber sie hat mir die Motivation gegeben, wieder hier auf deutsch zu schreiben.

Das Erdbeben am 11. März 2011, der darauf folgende schreckliche Tsunami und die Katastrophe in Fukushima haben nicht nur die Japaner, die in Japan wohnen, sondern auch die, die im Ausland wohnen, völlig verändert. Uns hat es mit ratloser Trauer erfüllt zu erfahren, dass der Tsunami das Leben so vieler Landsleute genommen und mehrere Städte an der Küste völlig verwüstet hat. Es war ein Schock, dass das Atomkraftwerk, dessen Existenz der größere Teil der Japaner bisher als völlig selbstverständlich angenommen hat, und das gewiss auf einer Seite die wirtschaftlichen Erfolge von Japan symbolisiert hat, so leicht zerstört wurde. Damit sind in Japan nicht wenige Gegenden entstanden, die verstrahlt wurden und die die Einwohner, die mehrere Jahrzehnte dort gewohnt hatten, sofort verlassen mussten. Man weiss nicht, wann sie dort wieder wohnen können. Und dann noch die Verzweiflung, dass unsere Regierung nach der Katastrophe total ratlos war und viele Tatsachen vor der Bevölkerung versteckt hat, was an die Zeit während des zweiten Weltkrieges erinnert hat...

Nach dem Erdbeben waren auch die Japaner in Berlin sehr ruhelos und haben oft unter der Tatsache gelitten, dass die japanischen und die deutschen Medien so unterschiedlich berichteten. Vielleicht waren wir deshalb auf der Suche nach Solidarität. In Berlin gab es in dieser Zeit sehr viele Benefizveranstaltungen.

Zu einer Zeit wurden fast jeden Tag Konzerte, Aufführungen, Diskussionen, Wohltätigkeitsbasar usw. veranstaltet. Diese wurden nicht nur von Japanern, sondern auch von Deutschen, denen wir immer noch dankbar sind, initiiert. Ich habe auch an vielen teilgenommen und gespendet. Inzwischen breitete sich die Anti-Atom-Bewegung in Deutschland rasch aus. Wir wurden oft nach der Lage und der Atompolitik in Japan gefragt. Das war manchmal nicht einfach und leicht verständlich zu beantworten. Ich habe mich immer selbst gefragt, was ich jetzt in Berlin machen soll? Normalerweise schreibe ich japanischen Lesern auf japanisch über Berlin und Deutschland, aber ich habe immer mehr die Notwendigkeit gefühlt, auch auf deutsch über Japan zu schreiben. In meinem Blog möchte ich nun diesen Schritt nach vorne machen.

Im letzten Dezember wurde in Japan eine neue Regierung gebildet. Der neue Ministerpräsident Abe will das Konjunkturprogramm stärken. Die japanischen Medien berichten darüber viel. Aber auf der anderen Seite hat man den Eindruck, dass andere wichtige Themen wie der Wiederaufbau im Katastrophengebiet oder die Zukunft der Atomkraftenergie dabei zu kurz kommen. Das macht mir Sorge. Ich möchte immer vorsichtig die Lage in meinem Heimatland betrachten.

Ich wünsche Ihnen ein frohes und gesundes neues Jahr 2013.

Friday, January 29, 2010

Mein erstes Buch


Letztes Jahr habe ich leider kein einziges Mal diesen Blog aktualisiert. Das war einfach peinlich! Aber wenn ich mich etwas verteidigen darf, war ich noch nie so beschäftigt wie letztes Jahr, seit ich in Berlin bin.

Meine größte Arbeit im letzten Jahr war ohne Zweifel die Publikation meines ersten Buches über Berlin. Das Buch heißt 素顔のベルリン (auf deutsch "Berlin ungeschminkt") und beinhaltet auch deutsche Untertitel "Streifzüge durch 12 Berliner Stadtviertel". Ich möchte hier erklären, wie das Buch entstanden ist.

In einem Interview habe ich es mal so ausgedrückt:

Im Vergleich zu anderen europäischen Städten wie Paris, London oder Wien war Berlin für japanische Touristen lange Zeit nicht so attraktiv. Sogar im Vergleich zu anderen deutschen Gegenden wie Bayern oder der Romantischen Straße. Berlin ist geographisch nicht in so einer guter Lage für Touristen, und viele Japaner haben vielleicht noch das dunkle Bild der Mauerzeit vor Augen. Aber in den letzten Zeit hat sich dies sehr verändert, und Berlin zieht langsam große Aufmerksamkeit bei den Japanern auf sich, besonders im Bereich Mode, Architektur, Theater oder Clubszene. Viele jüngere Japaner finden Berlin total cool. Ich hoffe, dass diese Tendenz weiter anhält und sie auch andere Bereiche von Berlin interessant finden werden.

Seitdem gibt es nach wie vor keinen einzigen japanischen Reiseführer, der sich nur mit Berlin befasst. In dieser Situation haben sich eine Redakteurin und ein Produzent von „Chikyu no arukikata“ für meinen japanischen Blog über Berlin interessiert und mich angesprochen, ob ich ein neues Buch über Berlin schreiben würde. Das war für mich eine ganz glückliche Begegnung mit ihnen. Umso mehr ist „Chikyu no arukikata“ seit mehreren Jahren die bekannteste Reiseführerserie in Japan, die vom Verlag Diamond Big Inc. herausgegeben wird. Auch war es für mich ein Wink des Schicksals, dass 2009 der 20. Jahrestag des Falls der Berliner Mauer war.

Die Arbeit des Buches war aber sehr, sehr intensiv. Die Redaktion wollte das Buch unbedingt bis zum Herbst anlässlich des Jubiläums publizieren. Die Zeit war knapp. Ab und zu musste ich ganze Nächte durch arbeiten. Ich war trotzdem glücklich, weil ich über mein Lieblings-Berlin schreiben konnte. Dank der Unterstützung vieler Leute konnte ich in knapp fünf Monaten das Buch fertig stellen.

In diesem Buch habe ich Berlin in 12 Stadtviertel von Mitte bis Neukölln geteilt und jeweils die Sehenswürdigkeiten, einschließlich Cafés und Museen, mit ausführlichem Stadtplan und vielen bunten Fotos beschrieben. Die Fotos habe ich auch selber gemacht. Außerdem habe ich Kolumnen geschrieben, über z.B. die Moderne Geschichte Berlins nach dem zweiten Weltkrieg, die stadtbekannte Currywurst, die Berliner Straßenbäume, die Philharmonie, oder über türkische Immigranten usw...

Seit der Veröffentlichung im Oktober 2009 soll sich das Buch gut verkaufen und ein gutes Echo bekommen. Es hat mich sehr gefreut, dass nicht nur japanische Leser, sondern auch viele meiner Bekannte, die echte Berliner sind, das Buch inhaltlich gelobt haben, obwohl sie nicht Japanisch lesen können!

Ich hoffe sehr, dass das Buch den japanischen Touristen helfen kann, Berlin selber zu entdecken. Und ich möchte nicht vergessen, mich noch einmal bei denjenigen herzlich zu bedanken, die mich bei der Erstellung des Buches ausgiebig unterstützt haben (meine Frau, meine Familie in Japan, meine vielen Freunde, die Redakteurin, der Produzent, etc.). Falls Sie sich für dieses Buch interessieren und es lesen möchten, melden Sie sich bitte direkt bei mir (masatoberlinATgooglemail.com).

Friday, November 28, 2008

Die Büste von Mendelssohn und der Fall der Mauer

Im Amtszimmer des Protokollchefs des Bundespräsidialamts Martin Löer steht eine Büste von Felix Mendelssohn Bartholdy. An einem Nachmittag hat er mir eine merkwürdige, aber hoch interessante Geschichte über diese Büste erzählt.


1987 feierte Berlin sein 750-jähriges Bestehen. Der Lord Mayor der City of London (Altes Zentrum von London) kam nach West-Berlin und schenkte dem Regierenden Bürgermeister eine Büste von William Shakespeare. Damals war ich Referatsleiter in der Protokollabteilung von Berlin. Ich habe vorgeschlagen, als Gegengeschenk, wenn der Regierende Bürgermeister nach London fährt, eine Büste von Felix Mendelssohn Bartholdy zu schenken, weil Mendelssohn einen engen Bezug zu Berlin hatte. So hat er viele Jahre in Berlin gearbeitet und in der Singakademie die damals fast vergessene Matthäuspassion von J.B. Bach wieder aufgeführt. Mendelssohn Bartholdy war auch in London, wo er als Organist in der Saint-Paul-Kathedrale arbeitete, die genau in der Mitte von London liegt. Aus diesem Grund fertigten wir eine Kopie der Büste von Mendelssohn an, dessen Original aus Marmor aus dem Jahre 1848 in der Berliner Staatsbibliothek ist. Dann haben wir ein Modell aus Gips als Probe gemacht. Das ist die Büste in meinem Zimmer. Daraufhin wurde eine weitere Büste aus anderem Material gegossen. Diese aus flüssigem Stein gefertigte Büste wurde nach London mitgenommen.

Die Büste sollte am 9. November 1989 vom Regierenden Bürgermeister an den Lord Mayor der City of London feierlich übergeben werden. Der damalige Regierende Bürgermeister Walter Momper hatte festgelegt, dass er an dem Tag London besucht. Die Situation Berlins um den 9. November war aber sehr heikel. Daher änderte er zwei Tage vorher seine Pläne und sandte seine Frau in seiner Vertretung nach London. Ich war mit dabei. Die Zeremonie fand im Barbican Centre statt, einem Kulturzentrum, das ganz in der Nähe vom Mansion House (Residenz des Lord Mayor) liegt. Dort wurde die Büste enthüllt. Davor hatten Frau Momper und der Lord Mayor jeweils eine kleine Rede gehalten. Anschließend gab es ein Konzert des London Philharmonic Orchestra und einen Empfang.

Am nächsten Morgen schaltete ich im Hotelzimmer den Fernseher an. Er zeigte Bilder aus Berlin! Ich habe sofort Frau Momper angerufen, die noch schlief, und ihr gesagt: „Frau Momper, bitte machen Sie den Fernseher an! Überall gibt es Live-Übertragungen von Berlin! Die Menschen tanzen auf der Mauer“. Sie verstand mich jedoch nicht richtig und fragte zurück: „Panzer?“ „Nein, nicht Panzer, sondern Tanzen! Die Leute tanzen auf der Mauer“. Wir haben dann zusammen ferngesehen und vor Freude fürchterlich geweint. Sie ist noch am Vormittag nach Berlin zurückgeflogen.

Die Kopie der Büste müsste eigentlich weggeschmissen werden, weil sie kein Original ist. Aber ich durfte sie behalten. Seitdem ist sie immer bei mir, in jedem Büro, wo ich arbeite. Sie erinnert mich an den 9. November 1989...



Im Jahr 2009 ist es 20 Jahre seit dem Fall der Berliner Mauer her. Gleichzeitig wird in diesem Jahr der 200. Geburtstag von Felix Mendelssohn Bartholdy gefeiert.

Übersetzung meines Artikel für die Doitsu News Digest (7.11.2008)

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Friday, November 21, 2008

Von einer Rundmail

Liebe Freunde,

hier gibt es auch Leute, die ich lange nicht gesehen habe, aber ich hoffe, dass es Euch allen gut geht. Mit dieser Rundmail würde ich Euch gerne mitteilen, was bei mir in den letzten Monaten passiert ist.

Zunächst möchte ich sagen, dass ich mich Anfang Oktober mit einer Japanerin verheiratet habe! Sie heißt Miho, ist vier Jahre jünger als ich. Wir haben uns eigentlich vor zehn Jahren an der Uni kennengelernt. Seit vier Jahren sind wir zusammen. Miho arbeitete damals in Tokyo und ich in Berlin. In der Zwischenzeit hatten wir manchmal Schwierigkeiten mit der Kommunikation. Deshalb sind wir sehr glücklich, dass wir am 4. Oktober in Yokohama geheiratet haben. Nach den Flittenwochen auf Okinawa (südlichste Insel von Japan) wohnen wir nun zusammen in Berlin. Seit zwei Wochen geht sie jeden Vormittag in die Sprachschule, um Deutsch zu lernen. Ich hoffe, dass sie sich langsam an das Leben von Berlin gewöhnen wird.

Unsere Wohnung in Kreuzberg, in der ich schon seit 5 Jahren wohne, ist etwas zu klein für zwei Personen, deshalb werden wir nächstes Jahr irgendwohin umziehen. Wir planen auch, danach oder davor eine große Feier zu machen. Wenn der Termin feststeht, würde ich Euch sehr gerne Bescheid geben!

Ich habe noch eine Nachricht. Ende Oktober habe ich (endlich!) ein neues Visum als freier Journalist bekommen. Die Aufenthaltsgenehmigung ist für Ausländer immer eine sehr wichtige und ernste Sache. Deshalb kann ich erstmal froh sein, hier bleiben und arbeiten zu können. Das finde ich eine gute Chance. Mal sehen, was nun passieren wird. Ich arbeite auch manchmal als Reiseführer in Berlin. Für Jobinfos (als freier Journalist, Reiseführer, Übersetzer, usw.) wäre ich auch immer dankbar.

So hat mein neues Leben in Berlin gerade angefangen.
Ich würde mich sehr freuen, wenn ich Euch bald wiedersehen und Euch meine Frau vorstellen könnte.

Herzliche Grüße
Masato Nakamura

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Wednesday, July 09, 2008

BZ Lexikon(169) "Toyako"

Lexikon: Toyako 洞爺湖 (08.07.08)

Toyako, Ort des G8-Gipfels, liegt etwa 100 Kilometer von Sapporo entfernt auf Japans nördlichster Hauptinsel Hokkaido. Mit seinem milden Klima ist der 10 707 Einwohner zählende Ort beliebt bei Freizeitsportlern. Attraktion ist ein Nationalpark, umgeben von einem Vulkan, einem Kratersee und heißen Naturbädern. Toyako liegt nahe dem 732 Meter hohen Usu-Vulkan, auch Yasashii Yama, netter Berg, genannt, da er einen Ausbruch Tage vorher durch Rumoren anzukündigen pflegt. Zuletzt war er 2000 ausgebrochen, hat sich aber wieder beruhigt.

訳)G8の会場である洞爺湖は、日本最北の主島北海道の札幌から約100キロ離れた場所に位置する。人口1万707人の洞爺湖は、その温暖な気候によってレジャースポーツをする人々に好まれている。アトラクションは、火山と火口湖、温泉に囲まれた自然公園である。洞爺湖は標高732メートルの有珠山の近くにあり、優しい山(netter Berg)とも呼ばれている。というのも、この山は、噴火をその数日前に騒音で予告してくれる習性があるからだ。最近は2000年に噴火したが、再び沈静した。

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Sunday, July 06, 2008

Tränenpalast 2006-08 (2)

2007-03-30

2007-07-03

2007-12-23

2008-05-30

2008-06-10

2008-06-24

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Tuesday, July 01, 2008

Tränenpalast 2006-08 (1)

2006-07-24

Der Tränenpalast (die ehemalige Ausreisehalle der Grenzübergangsstelle im Bahnhof Friedrichstraße)

2006-12-11

2007-03-02

2007-03-02

2007-03-16

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Tuesday, June 17, 2008

Ecke Unter den Linden/Friedrichstraße (2)

2007-07-24

Nach dem Abriss des Hotel Unter den Linden

2007-09-03

2008-05-09

2007-05-29

2008-06-10

Die meisten Läden im neuen Gebäude sollen im Oktober 2008 eröffnen.

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Friday, June 13, 2008

BZ Lexikon(168) "Freitag, der 13."

ある友達からリクエストがあったので、久々にこのシリーズを再開しようと思います。

Lexikon: Freitag, der 13.  13日の金曜日 (13.06.08)

Die übersteigerte Furcht vor Freitag, dem 13. als Unglückstag nennen Psychologen Triskaidekaphobie. Es handelt sich um ein Phänomen des 20. Jahrhunderts; in alten Volkssagen sucht man danach vergeblich. Die Zahl 13 selbst wird hingegen seit Langem als Unglücksbote gedeutet, im Volksmund hieß sie früher "Dutzend des Teufels". Der Statistik zufolge kommt es am Freitag, dem 13. nicht öfter zu Unfällen als sonst - obwohl, so rechneten Mathematiker aus, der 13. am häufigsten auf diesen Wochentag fällt.

訳)13日の金曜日を不吉な日として過度に恐れることを、心理学者は"Triskaidekaphobie"と呼ぶ。これは、昔の民間伝説に例は見当たらず、20世紀の現象である。それに対し、13という数字自体は古くから不吉を運ぶものと見なされ、かつては俗に「悪魔の群れ」と呼ばれていた。数学者の算定によると、13日は金曜日になることがもっとも多いが、統計では、13日の金曜日に他の日より事故が頻発するということはない。

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Wednesday, June 11, 2008

Ecke Unter den Linden/Friedrichstraße (1)

2006-02-04

Das Hotel Unter den Linden (1966-2006)

2006-02-07

2006-02-14

2006-03-01

2006-03-23

2006-05-15



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Tuesday, April 29, 2008

Kirschblüte!

Nach fast anderthalb Jahr war ich von Mitte März bis Anfang April wieder in Japan. Dort war gerade die Zeit der Kirschblüte, den ich lange nicht erlebt hatte. Das war unheimlich schön!

Dieses Foto habe ich vor einem Tempel in Tokyo gemacht. Dahinter sieht man den Tokyo-Tower, ein Wahrzeichen von Tokyo, der dieses Jahr genau 50 Jahre alt wird.

Schon von alters her erfreuen sich die Japaner besonders an den Kirschblüte. Unter den blühenden Bäumen essen und trinken sie zusammen mit Familie, Freunden oder Arbeitskollegen. Das ist ein wichtiger Brauch im japanischen Frühling. Aber vorsichtig! Wenn man einen guten Platz in einem bekannten Park ergattern möchte, muss man sehr oft bereits mehrere Stunden vorher den Platz reservieren.

Den Kontrast zwischen den Kirschbäume und Kiefernbäume fand ich sehr hübsch! Das ist in meiner Heimatstadt Yokosuka.

Der Kirschblüte an der Hochschule, wo mein Vater arbeitet, ist auch besonders schön! Leider dauert die Kirschblüte nur etwa eine Woche. Diese Schönheit und ihre Vergänglichkeit haben die Lebensanschauung der Japanern seit alters her beeinflußt. Man kann dieses Thema in zahlreichen japanischen Gedichten oder japanischer Literatur wiederfinden.

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Saturday, March 15, 2008

Asakusa 浅草 (3) "Kappabashi 合羽橋"

In Asakusa gibt es eine Straße namens Kappabashi-Straße (合羽橋通り). Hier kann man sämtliche Küchenwaren kaufen, z.B. Einrichtungen, Dekorationen oder spezielle Messer. Diese Straße ist deshalb eigentlich für Fachleute aus der Gastronomie. Aber da die Sachen, die dort verkauft werden, sehr interessant sind, ist die Kappabashi-Straße auch bei Touristen sehr beliebt.

Der bekannteste Gegenstand, den man dort finden kann, heißt „Sample“ (食品サンプル) und ist aus Plastik. „Sample“ werden in den Vitrinen japanischer Restaurants ausgestellt, damit man vor der Bestellung das Essen visuell auswählen kann. In letzter Zeit werden die „Sample“ nach und nach mit Fotos in der Speisekarte ersetzt. Aber es gibt sie immer noch. Die feinen handwerklich hergestellten japanischen „Sample“ werden sogar exportiert. Wie Ihr hier sehen könnt, sind die verschiedenen „Sample“ fast wie ein Kunstwerk. Im Restaurant ist der Kunde daher vielleicht enttäuscht, da das bestellte Essen eventuell wesentlich unattraktiver aussieht als sein „Sample“ ;). Hier seht ihr „Sample“ von verschiedenen Ra-men-Gerichten (ラーメン、Chinesische Nudeln). Ich zeige euch noch einige weitere Beispiele.

Gebratener Fisch (焼魚) und Weizennudeln (そば).

Verschiedener roher Fisch (刺身).

Und natürlich viele bunte Sushi (寿司)!

Die Biere (ビール) sehen auch echt aus, oder?
Die „Sample“ für Restaurants sind viel teurer als das echte Gericht. Deshalb werden für japanische Besucher oder Touristen im Restaurant als Ersatz Schlüsselanhänger mit z.B. einem Stück Sushi verkauft.

Meine Asakusa-Serie endet hier! Nächste Woche fliege ich nach fast anderthalb Jahren nach Japan. Wenn ich Zeit habe, würde ich gerne auch von dort aus meinen Blog aktualisieren. Bis bald!

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Saturday, January 12, 2008

BZ Lexikon(167) "Geburtskirche"

キリストの生誕地に建てられたとされるベツレヘムの生誕教会がテーマです。

Lexikon: Geburtskirche 生誕教会 (11.01.08)

Die Geburtskirche in Bethlehem, die US-Präsident George W. Bush gestern besuchte, ist eine der heiligsten Stätten der Christenheit. An der Stelle, an der Maria in einer Höhle Jesus geboren haben soll, ließ Kaiser Konstantin im Jahr 326 den Vorgängerbau der heutigen Kirche errichten. Der Hauptaltar der im sechsten Jahrhundert neu erbauten Basilika befindet sich über einer zwölf mal zehn Meter großen Grotte. Dort wird der eigentliche Geburtsort durch einen 14-zackigen goldenen Stern markiert. Hauptzugang zu dem Gotteshaus, das einer Festung gleicht, ist seit dem 16. Jahrhundert die 1,20 Meter hohe "Tür der Demut". Sie sollte verhindern, dass Berittene in die Kirche eindringen.

訳)米国大統領ジョージ・W・ブッシュが昨日訪れたベツレヘムの生誕教会は、全キリスト教徒にとって最も神聖な場所のひとつである。マリアが洞窟の中でイエスを生んだといわれる場所に、皇帝コンスタンティヌスが326年に現在の教会の前身となる建物を建てさせた。6世紀に新しく建てられたバジリカの祭壇は、12×10メートルの大きな人口洞窟の上にある。そこに、本来の生誕の場所だということが14のぎざぎざの金の星で印が付けられている。要塞にも似た教会のメインの入り口は、16世紀以来高さ1,2メートルの「謙遜の扉」である。騎馬隊が教会に押し入るのをのをその扉が妨げたとされる。

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Sunday, January 06, 2008

Asakusa 浅草 (2)

Frohes neues Jahr!
あけましておめでとうございます!


Im neuen Jahr besuchen viele Japaner einen buddhistischen Tempel oder Sinto-Schrein (初詣). Dabei spenden sie etwas Geld und beten für persönliches Glück im neuen Jahr. In den ersten drei Tagen sind einige große Tempel von Menschenmassen überfüllt. Der Senso-ji Tempel (浅草寺) in Asakusa ist besonders im neuen Jahr einer der beliebtesten Tempel in Tokyo.

Diese Jugendlichen beweihräuchern mit den Weihrauchstäbchen ihre Köpfe. Der Rauch des Tempels soll Glück bringen. Es heißt, dass sie durch Beweihräucherung klüger werden;-).

Der schöne fünfeckige Turm (五重塔) vom Senso-ji Tempel war erstmals im 10. Jahrhundert errichtet worden. Er wurde daraufhin mehrmals niedergebrannt oder vom Krieg zerstört und immer wieder neu aufgebaut. Der heutige Turm wurde 1973 errichtet.

An der westlichen Seite des Tempels befindet sich der älteste Vergnügungspark in Japan „Hanayashiki“ (花やしき). Als ich durch die Straße gelaufen bin, hatte ich das Gefühl, in die Vergangenheit von Tokyo vor 30 oder 40 Jahren zurückzugehen. Die Straße mit ihren alten und kleinen Läden kann man noch oft in Shitamachi (下町) sehen. Der junge Takeshi Kitano arbeitete eine Zeit lang in Asakusa als Komiker.

Nächstes Mal werden wir in Richtung Ueno weiterlaufen.

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Saturday, December 15, 2007

BZ Lexikon(166) "Russland"

プーチン大統領の後任問題で動いているロシアが今回のテーマです。

Lexikon: Russland (3.12.07)

Russland erstreckt sich als größtes Land der Erde über elf Zeitzonen. Mit einer Fläche fast 50 Mal so groß wie Deutschland deckt die Russische Föderation sowohl Teile von Osteuropa als auch den nördlichen Teil Asiens ab. In der früheren Sowjetrepublik, zu der auch die Exklave Kaliningrad gehört, leben 142 Millionen Menschen. Unter Präsident Putin hat das Land nach den schwierige 90er-Jahren vor allem wegen gestiegener Ölpreise wirtschaftlich an Stärke gewonnen. Seit 2000 weist das Staatsbudget wieder Überschüsse auf. Dabei kontrolliert der Staat trotz marktwirtschaftlicher Orientierung Schlüsselunternehmen im Energie- und Rohstoffsektor, aber auch andere strategisch wichtige Bereiche wie den Flugzeugbau und die Kommunikationsbranche.

訳)ロシアは地球最大の国家として、12の時間帯を越えて広がっている。ドイツのほぼ50倍の面積を持つロシア連邦は、東ヨーロッパの一部のみならずアジアの北部も覆う。飛び領地のカリーニングラードも含めたかつてのソビエト連邦の人口は1億4200万人。大統領プーチンのもとで、困難な90年代の後、特に石油価格の切り上げによって経済力を勝ち取った。2000年以来、国家予算は再び利潤を示している。その市場経済の方向性にも関わらず、ロシア国家はエネルギーや原料部門といったキーとなる企業、さらには飛行機製造やコミュニケーション部門といった戦略的に重要な他の分野をコントロールしている。

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Friday, December 14, 2007

BZ Lexikon(165) "Kyoto-Protokoll"

2007年のドイツのワード・オブ・ザ・イヤーが、先ごろ"Klimakatastrophe"(気候破局)に決まったそうです。異常気象や環境破壊に関するトピックスは今年もたくさんありました。国として、個人として何ができるか、切実に考えるべき時期に来ているように思います。そんな中で、あの京都議定書が10周年を迎えました。

Lexikon: Kyoto-Protokoll 京都議定書 (11.12.07)

Heute, am 11. Dezember, wird das Kyoto-Protokoll zehn Jahre alt. Es ist eine zentrale Säule der internationalen Klimapolitik . Das rechtsverbindliche Abkommen wurde 1997 nach zähem Ringen auf der Weltklimakonferenz im japansichen Kyoto verabschiedet. Industrienationen und osteuropäische Reformstaaten verpflichteten sich, ihren Ausstoß an Treibhausgasen bis 2012 um durchschnittlich 5,2 Prozent gegenüber 1990 zu reduzieren. Für Entwicklungs- und Schwellenländer wurden keine konkreten Zahlen vereinbart, da sie nicht die Hauptverursacher des Klimawandels sind und in der wirtschaftlichen Entwicklung Nachholbedarf haben. Die USA, weltgrößter Produzent von Treibhausgasen, lehnten das Protokoll als einziger G8-Staat ab.

(Notiz)
zäh: langasam, nur mitgroßer Anstrengung

訳)12月11日の今日、国際環境政策の中心的な柱である京都議定書が10周年を迎える。法的拘束力のあるこの取り決めは、1997年に日本の京都で行われた世界気候会議の難航した取り組み後に結ばれた。工業国と東ヨーロッパの改革国家は、2012年までに温室ガスの放出量を1990年と比較して平均5.2%減らすことを義務付けた。発展途上国と中進国は、気候変動の主因でないのと経済発展を取り戻す必要性があるために、具体的な目標は取り決めなかった。温室ガスの世界最大の生産国であるアメリカは、G8国家としては唯一、この議定書を拒否した。

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Tuesday, December 11, 2007

Mikan みかん

Meine Heimat Yokosuka (横須賀) liegt südlich von Tokyo und Yokohama. Deshalb ist es dort ein bisschen wärmer als in den anderen beiden Städten. Die Stadt produziert gute Mandarinen (みかん).

Während meines Aufenthalts in Japan genau vor einem Jahr habe ich mit meiner Mutter ein Mandarinenfeld in Tsukuihama (津久井浜) besucht. Mandarinen sind typische Winterfrüchte in Japan. Auf dem Tisch jeder Familie kann man einen Korb mit Mandarinen sehen. Natürlich kann man auch in Deutschland Mandarinen kaufen, aber ich finde japanische Mandarine saftiger und süßer.

Die geernteten Mandarinen werden von diesem Man nach Qualität sortiert.

Dann werden die Mandarinen in einen Karton gepackt und nach ganz Japan geliefert.

Vom Feld auf dem kleinen Berg konnte ich in der Ferne die Bucht von Tokyo (東京湾) sehen. Immer im Oktober und November kann man auf diesem Mandarinenfeld gegen eine Gebühr von 800 Yen (c.a. 5 Euro) selbst Mandarinen ernten. Ich freue mich, im nächsten Frühling in Japan wieder Mandarinenen genießen zu können!

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